Luisenstr. 11, 34466 Wolfhagen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Geschultert: Nur wenige Sekunden benötigte der Elgershäuser Sefa Bülbül, um seinen Neu-Isenburger Kontrahenten Berisha Gjergji auf die Schultern zu zwingen
(c) HNA/Hofmeister/Bauscher

Vor Ort: Bei den Hessischen Ringermeisterschaften in Hoof liegen Freud und Leid dicht beieinander

Schauenburg. So ganz ernst sah das alles zunächst nicht aus. Von wegen Hessenmeisterschaft im Ringen, griechisch-römisch. Zwar hatte das Wiegen im Nebenraum diskret begonnen, aber die drei Matten auf dem Parkett der Hoofer Schauenburghalle dienten zu vielen spaßigen Beschäftigungen. Nicht jedoch zum Kämpfen. Eher zum Balgen und Toben, zum Nachlaufen und Fangen und auch zum Bodenturnen.

Doch allmählich ebbt der hohe Geräuschpegel ab. Die Älteren beginnen mit dem Aufwärmen, drehen Runden, dehnen die Muskulatur. Spürbar steigen Konzentration und Anspannung bei den Athleten. Und als schließlich, den Ergebnissen des Wiegens folgend, die Wettkämpfe in den verschiedenen Gewichtsklassen festgelegt sind, beginnt der feierliche Einmarsch der rund 110 Kämpfer.

Halle wird zur Arena

Aus drei nordhessischen Klubs, dem ausrichtenden RSV Elgershausen, dem TSV Immenhausen und dem VfL Wolfhagen, gehen Aktive auf die Matten. Nahezu der komplette Rest der Teilnehmer stammt aus den Ringerhochburgen um Aschaffenburg und aus Südhessen. „Früher brauchten wir bei Titelkämpfen deutlich mehr Matten als heute. Aber Ringen verliert an Zuspruch“, weiß RSV-Pressesprecher Volker Sippel. Immerhin gelingt es den Schauenburgern, 1999 in Nachfolge des aufgelösten KSV Elgershausen gegründet, die 90-jährige Tradition fortzuführen.

Nach dem Einmarsch wird es dann doch ernst. Urplötzlich wird die Halle zur Arena, lautstark angefeuert von ihrem Anhang gehen die Ringer aufeinander los. Voller Erwartung starten auch der achtjährige Kian Kashi und Simon Greßler (6) vom RSV Elgershausen in den Wettbewerb. „Wir haben extra ganz viel trainiert. Am Donnerstag sogar zweimal“, verweist Kashi auf die gezielte Vorbereitung.

Die Hoffnung auf vordere Ränge zerplatzt jedoch bald. Kashi ringt zum ersten Mal bei den D-Junioren und ist in der Klasse bis 42 kg körperlich noch deutlich unterlegen. Weil er einen Kopfschwung nicht abwehren kann, muss er gleich im ersten Kampf auf die Schultern. Nicht besser ergeht es Greßler, der ebenfalls vorzeitig verliert und wie so manch anderer auch die Tränen der Enttäuschung danach nicht zurückhalten kann.

Dafür sorgt ein weiterer RSV-Athlet für Stimmung. Sefa Bülbül feiert bei den Junioren bis 120 kg einen fulminanten Einstand, als er Berisha Gjergji (Neu-Isenburg) nach wenigen Sekunden schultert.

Bronze für Bülbül

„So schnell habe ich noch nie gewonnen“, bekannte der 18-Jährige. Seine Titelhoffnung erfüllt sich letztlich nicht, aber immerhin holt er die Bronzemedaille.

Schlag auf Schlag geht es nun. Ein Kampf folgt wie am Schnürchen dem anderen. Kaum hat ein Pärchen die Matte verlassen, folgt ohne Aufschub das nächste. Zwei Tage lang. Und was Bülbül nicht schaffte, gelingt anderen. Janis Hajlik aus Wolfhagen (E-Jugend, bis 23 kg) und Florian Adamietz (C-Jugend, bis 63 kg) vom RSV Elgershausen werden Hessenmeister, dazu gewinnt der VfL die Vereinswertung der E-Jugend. Plätze auf dem Podest erringen auch die Immenhäuser Evgenij Schidlowski als Zweiter (Junioren, bis 66 kg) und Marcel Baldschun (Junioren, bis 55 kg).

Von Wolfgang Bauscher

Quelle: HNA vom 31.01.2012

Unsere Partner

Wir sind „Fit für die Vielfalt“ – Integration

Der VfL 1889 Wolfhagen ist seit Jahren aktiver Stützpunktverein im DOSB-Programm „Integration durch Sport“. Dieses Bundesprogramm zielt darauf, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund für ein Engagement in Sportvereinen zu gewinnen. Ziel des Programms ist es, Menschen mit Migrationshintergrund dafür zu gewinnen, sich aktiv auf allen Ebenen des Vereinslebens einzusetzen – sowohl als aktiveMitglieder als auch als Ehrenamtliche.

Integration in und durch den Sport


Wir sind „Fit für die Vielfalt“ – Inklusion

Wer gemeinsam Sport treibt, lernt sich automatisch gegenseitig kennen. Das gemeinsame Interesse am Sport tritt in den Vor-, die Unterschiede in den Hintergrund. Berührungsängste werden ganz natürlich abgebaut und neue Freundschaften können entstehen. Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche, denn wenn Vielfalt von Anfang an normal ist, entstehen Vorurteile erst gar nicht. Ganz nebenbei stärkt der gemeinsame Sport das Selbstbewusstsein aller Beteiligten. Das sieht man an unserem Modellprojekt „Inklusives Ringen“, wo wir Jugendlichen mit Handicap, nämlich taubstummen Jungen, in 2023 die Möglichkeit eröffnet hatten, gemeinsam mit unseren Leistungsringern in einer inklusiven Trainingsgruppe zu ringen. Das Pilotprojekt endete mit der Weltmeisterschaft von Denys Trehubenko. Wir beantragen gerade die Förderung, dies offiziell als dauerhafte Inklusionsgruppe einführen zu können.

More Information

AdobeStock 113335963900x506

Bewegung tut gut
Werde Mitglied im VFL

von 3 - 99 Jahre - Ein Verein fürs Leben.

-> Alle Informationen zur Mitgliedschaft

ringer arena

Ringerarena


Adresse:
Kurfürstenstr. 59
34466 Wolfhagen

Karte zur Anfahrt

liemeckestation 600 338

Liemecke Stadion


Adresse:
Liemeckestraße 2
34466 Wolfhagen

Karte zur Anfahrt

rote halle

Rote Halle


Adresse:
Ippinghäuser Straße 
34466 Wolfhagen

Karte zur Anfahrt

weisse halle 600 338

Weiße Halle


Adresse:
Ippinghäuser Straße 
34466 Wolfhagen

Anfahrt und Karte